Reflexion
           
   
Folgend ein paar Rezensionen von geschätzten Kollegen.
   



Jost Vacano

Oscar nominierter Kameramann
für den Film "Das Boot"


Endlich erscheint hier ein notwendiges, aber trotzdem spannendes und instruktives Buch zur Einführung in die Maskentechnik bei der Arbeit mit digitalen HD Kameras. Waren die Ergebnisse des Maskenbildes bisher mit einem geübten Auge gut zu beurteilen, entsteht mit der Einführung der digitalen HD-Technik eine ganz neue Situation, denn diese Kameras "sehen" deutlich anders als das Auge. Durch die Pixel-Rasterung des Bildes bei der Aufnahme wie auch auf den Flachbildschirmen entstehen unerwartete Nebenwirkungen, deren Beherrschung - obwohl nur für das "kleine" Fernsehbild konzipiert - sich oft als schwieriger als selbst beim "großen" 35mm Kinofilm erweisen. Waren die Filmemulsionen bisher relativ gnädig mit den kleinen Imperfektionen der menschlichen Haut, so schlagen jetzt die digitalen HD-Kameras gnadenlos zu. Das zeigt sich nicht nur beim kritischen Schärfeziehen, das schon so manchem (ungläubigen) Focuspuller zum Verhängnis wurde,
aber ebenso auch beim Maskenbild, wo nun unerwartet die technischen Grundlagen der Farbenlehre und Materialkunde in den Vordergrund treten. Dieses Buch von Isabelle Voinier ist deshalb so wichtig, weil es diesem Berufsbild nicht nur seine Basis bewusst macht, sondern auch einen praktischen Leitfaden an die Hand gibt. Aussehen, Wirkung und meist auch die "Jugend" der Darsteller sind nicht nur von der Fotografie und dem Licht, sondern in starkem und jetzt zunehmenden Maß von der Arbeit der Maskenbildner(innen) abhängig.
Deshalb hat dieses Buch auch für mich neue und hilfreiche Einblicke in die wichtige Zusammenarbeit von Kamera und Maske gebracht. Ich wünsche diesem Buch eine weite Verbreitung!



   


Prof. Dietrich Sauter
ARD-ZDF Korrespondent (FKT)
Dozent der HFF Potsdam-Babelsberg u. a. Kamera
Ready for FullHD ist ein Kompendium zum Maskenbild für HDTV. Bereits die Einführung ist gut gelungen und bringt einen fundierten Überblick in die sich doch sehr geänderte Arbeit. Ein Leitfaden zur praktischen Arbeit wird ebenso berücksichtigt, wie die notwendigen Grundlagen in der Kameratechnik und der Farbenlehre. Neue Lichtquelle und das geänderte Farbverhalten der HD-Kameras machen eine abteilungsübergreifende Arbeit und Abstimmung notwendig, das aber nicht überall so gepflegt wird. Die Absprachen über das Licht und den geplanten Look sind dringend notwendig, damit ein gutes und auch wirtschaftliches vertretbares Produkt erreicht wird. Zu allem trägt das Buch bei. Die Beurteilung der Maske muss im Set erfolgen. Die Forderung nach einem Klasse-1-Monitor auch für die Maske und die Beleuchtung ist mehr als berechtigt. Die Autoren gehen sehr anschaulich auf die neuen Materialien in der Maskenbildnerei ein und erklären auch, warum sich so vieles geändert hat. Zu Beginn von HDTV war Airbrush kurzzeitig als einzige taugliche Lösung gehandelt worden. Das wurde sachlich ins korrekte Licht gerückt und die Vor- und Nachteile von Airbrush und dem klassischen Make-up werden erläutert. Die notwendige Zeit für das Schminken ist weiterhin umstritten. Daher sollten auch Controller dieses Buch lesen, es fördert das Verständnis. Das digitale Zeitalter hat manche alte Ansicht hinterfragt. Das gilt auch ganz besonders für die Maske. Die handwerklichen Fähigkeiten ersparen, bei konsequenter Anwendung, viel Aufwand durch die Nachbearbeitung. „Fix it on the set and not in the post“ gilt besonders für diese Gewerke. Und spätestens im abschließenden Dialog zwischen Maskenbildabteilung (Voinier) und Kamera/Postproduktion (Meier) wird klar, dass es viele verständliche Gründe für Missverständnisse gibt und zahlreiche Probleme aber nur gemeinsam gelöst werden können. Das Buch ist allen zu empfehlen, auch wenn sie nur am Rande mit der Maske zu tun haben. Das Erkennen und die Anerkennung der Gewerke hilft allen. Wer sich nicht so sehr für die Maske interessiert, sollte doch wenigstens das Kapitel über die Farbe lesen. Spezieller Hinweis: dunkle Bilder sind weniger farbig, das menschliche Auge sieht bei geringerer Helligkeit nicht mehr gut in Farbe. Dem Buch liegt eine DVD bei, auf der Beispiele gezeigt und die konkrete Arbeit mit klassischem Make-up nachvollziehbar demonstriert werden. Diese Aufnahmen liegen ebenfalls als hochauflösende Videodatei auf der DVD vor.



Waldemar Pokromski

Waldemar Pokromski Lola
Preisträger  2010  (Deutscher
Filmpreis) für das beste Make-Up
für den Film "Das Weiße Band".


Das Weiße Band
Der Baader Meinhof Komplex
Das Parfum
Der Pianist
Der Untergang
Schindler’s Liste




Dieses  Buch hat mich ehrlich gesagt überrascht. Die meisten Bücher über Make-Up im professionellen Bereich begnügen sich damit entweder schöne Bilder von fertigen Arbeiten zu präsentieren oder Arbeitsabläufe detailliert nachzustellen. In diesem Buch bin ich erstmalig auf den Aspekt der Bildtechnik aufmerksam gemacht worden. Vieles habe ich zwar „im Gefühl“ bedingt durch meine langjährige Erfahrung. Die Entwicklung der Technik allerdings ist so rasant fortgeschritten, dass ich mich oft nicht mehr auf mein Gefühl alleine verlassen kann, ohne ungewollte Folgen zu riskieren. Hier habe ich viele Antworten auf Probleme gefunden, die ich in der Form gar nicht hätte ausdrücken oder erklären können. Es geht ja schließlich darum in unserem Beruf „Illusionen zu erschaffen“. Und damit diese glaubwürdig auf dem Schirm oder der Leinwand erscheinen, müssen diese unabdingbar an den Fortschritt der Technik angepasst werden. Ich hätte mir noch ein wenig mehr über den Bereich SFX gewünscht aber das soll ja noch kommen! Mir gefällt zudem sehr, dass nicht der Aspekt der Bearbeitungsmöglichkeiten mit dem Computer dargestellt wird, sondern dass unser Handwerk wieder im Vordergrund steht. Ein trainiertes Auge und eine gute Kenntnis der Basics ist nach wie vor das A und O. Dieses Buch macht Mut, finde ich. In Deutschland hat dieses Kompendium bereits rasche Verbreitung erfahren und ich möchte nun meinen Teil dazu beitragen, dass dies auch international geschehen kann. Ich würde das Prädikat: Sehr empfehlenswert geben und dies nicht nur für Berufsanfänger, sondern auch für „alte Hasen“ wie mich.







Daniela Knapp
Lola Preisträgerin 2011
(Deutscher Filmpreis)
Für die beste Kamera für den
Film "Poll".

Foto (c) Max Biro
„I´ll be your mirror“ ist das ungesagte Versprechen, welches wir Bildgestalter unseren
Darstellern geben. Es sagt, dass sie sich bei uns aufgehoben fühlen können und dass unser Blick auf sie ehrlich und liebevoll ist. Seit es die digitale Cinematographie gibt, seit die Kamera mehr sieht als unsere eigenen Augen, seit man auf Monitore schaut anstatt durch eine Optik, ist es viel schwieriger geworden, dieses Versprechen zu halten.
Mir begegnete Ihr Buch in der dunklen Grading Suite meines ersten digitalen Kinoprojektes, als der Colorist gerade mit wächsern wirkenden Hauttönen kämpfte. Schon beim ersten Durchblättern wurde mir klar, wie wenig ich über die Kunst/das Handwerk des Maskenbildes weiß, auf das ich doch so sehr angewiesen bin und wie sehr Maskenbildner wiederum auf mich und mein Feedback angewiesen sind - gerade seit wir alle unseren Augen nicht mehr trauen können. Bei aller Begeisterung für die neuen Medien dürfen wir nicht vergessen, sie zu erforschen und zu hinterfragen.„Ready for Full HD“
ist ein großes Plädoyer dafür, dies gemeinsam zu tun, denn durch die Wahl des Aufnahme-Mediums ändern sich die Grundlagen für alle Gewerke! Einen Film realisieren zu dürfen, ist ein großer Auftrag, da kann sich niemand eine nur „good enough Quality“ leisten – und die meisten von uns wollen das auch gar nicht. Der Colorist hat es geschafft, unseren Darstellern ihre „Lebendigkeit“ wieder zurückzugeben, während ich durch die Lektüre Ihres Buches zum ersten Mal richtig verstanden habe, wo das
Problem lag – und wie ich es in Zukunft vermeiden kann.

Liebe Frau Voinier,
vielen Dank für dieses längst überfällige Buch!




Birger Laube
Maskenbildner
Anatomie I & II, Pandorum (SFX)
Die 3 Musketiere
(2011 SFX Makeup Supervisor)
Dieses Buch beschreibt als bisher einziges Werk auf dem Markt den Zusammenhang der Funktionsweise von HD Kamera- / Monitortechnik  und  Make up. Anschaulich wird auf die Unterschiede zwischen analogen Aufnahme- und digitalen Speichertechniken eingegangen. Verschiedene Grafiken verdeutlichen die Voraussetzungen für die einwandfreie Wiedergabe von Digitalen Bildern sowie die Unterschiede der Bildformate
und die Auswirkungen auf deren Auflösung im digitalen sowie, zum Vergleich, im analogen Bereich. Isabelle Voinier  beschreibt die Anforderungen an HD- taugliche Make up Materialien, deren Anwendung und zeigt Lösungsansätze für die neu entstehenden Probleme in der Aufnahmetechnik auf. Dieses Buch wird jedem helfen sich in das digitale Zeitalter in seinem Arbeitsbereich hinein zu finden und Diskussionen mit Kameraleuten und Regie bezüglich der sich neu ergebenden Make up Problematiken zu begegnen. Ich kann es nur jedem Neueinsteiger aber auch erfahrenen Kollegen empfehlen.

   
   

 

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